Wirkung von Konzeptionen basiert auf Mechanismen-Wissen
Wer im Feld der Kommunikationsberatung – insbesondere im Bereich der Public Relations – nach Qualität und Leistung fragt, wird von Professionals über kurz oder lang auf die »
Konzeption« verwiesen: Die Qualität der Kommunikations-Konzeption gebe die Qualität der Beratung vor und »programmiere« den Erfolg zukünftiger Kommunikations-Maßnahmen.
Mit Hilfe der Lektüre der heute verbreiteten Konzeptionsliteratur lässt sich allerdings nicht präzise definieren, wie der Konzeptioner nun die Qualität und Leistung erschafft, die mit Kommunikationsberatung und der anschließenden Projektumsetzung verbunden sein soll. Über die Rolle des Konzeptioners wird eine schier undurchdringliche Begriffswolke ausgebreitet, die mehr verwirrt als Außenstehende von Leistungsfähigkeit zu überzeugen vermag.
Statt mit einem überzeugenden Konzeptions–Modell werden wir mit rhetorischen Umschreibungen konfrontiert, die nicht wörtlich zu nehmen sind:
Konzeptioner sind höchstens im übertragenen Sinne »Profis«, »Handwerker«, »Künstler«, »Wissenschaftler«, »Strategen« oder »Denker«. Eine klare Bestimmung des Ansatzes erfolgreicher Konzeptioner erhalten wir aufgrund dieser Umschreibungen von Konzeptionstechnik nicht.
Zum Bild 1 - Konzeptionsrakete einst: Seit beinahe 40 Jahren hängen Generationen von PR-Leuten und Kommunikations-Beratern der Vorstellung an, Kommunikations-Konzepte und Maßnahmen könnten wie mehrstufige Raketen funktionieren. Was in den frühen Jahren der PR noch nicht zu Tage trat: Das Raketen-Konzept verfügt im Kern nicht über zutreffendes Wirkungswissen in Bezug auf menschliche Interaktion und in Bezug auf Kommunikationssysteme.



